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Archiv für den Monat Januar 2008

31.01.2008: Matthias Jeschke erreicht Oimjakon

geschrieben am 31. Januar 2008 um 17:30 von pny2009

Es ist der 31.01.2008 um 1 Uhr morgens Ortszeit (heute: 15:00 Uhr MEZ) als der Jeep Wrangler Unlimited Rubicon die Dorfgrenze von Oimjakon erreicht.
Das Team um Matthias Jeschke hat nach 48 Stunden Non-Stop Fahrt und 1.500 km den Kältepol dieser Erde erreicht. Man sei, so der Bürgermeister, „das erstes Kamerateam, das von Magadan aus per Auto nach Oimjakon aufgebrochen ist“.

Bei eisigen -60°C entstehen in den nächsten Tagen die Filmaufnahmen zur Galileo eXtrem Reportage „Expedition zum Kältepol der Erde“, die am 28.02.2008 um 19:00 Uhr ausgestrahlt werden. Lassen Sie sich verzaubern von der Reportage, den Menschen und einem bezaubernden Land im östlichsten Teil Eurasiens.

 

21.01.2008: Kälte Extrem

geschrieben am 21. Januar 2008 um 17:30 von pny2009

Extrem Events und Maximus Film gehen gemeinsam für Galileo (Pro Sieben) auf Expedition

25.01.2008 - 9.02.2008: Matthias Jeschke fährt mit einem Fernsehteam nach Oimjakon – dem kältesten bewohnten Ort der Erde. Bei -60°C geht es mit dem Jeep Wrangler durch 1.000 Kilometer unberührte Weite. Erleben Sie die faszinierenden Bilder am 28. Februar in der Galileo-Doku „Expedition zum Kältepol der Welt“!

Der kälteste bewohnte Ort der Welt – ein kleines Dorf im fernen Osten Russlands. Nirgendwo auf der Welt sinkt die Temperatur so weit nach unten: -71,2 Grad Celsius. Wer sich hier draußen aufhält, riskiert ohne Spezialkleidung nach wenigen Minuten Erfrierungen! In Oimjakon wird es kälter als am Nordpol, kälter als am Südpol. Nur an einer einzigen Forschungsstation in der Antarktis wurde jemals eine noch tiefere Temperatur gemessen. Doch in Oimjakon leben 1.000 Menschen und meistern das Leben bei für uns Mitteleuropäer kaum vorstellbarer Kälte.
Wie funktioniert der Alltag unter solch extremen Bedingungen? Das will Matthias Jeschke zusammen mit den Reportern von Galileo herausfinden. Der mehrfache Weltrekordhalter mit dem Auto (erster Mensch mit einem Auto in 6646 Metern über NN, Befahrung der kompletten Panamericana in 15 Tagen) wird mit der Fernsehcrew von Magadan aus den 1.000 Kilometer langen und beschwerlichen Weg nach Oimjakon auf sich nehmen. Die Zusammenarbeit ergab sich, weil Jeschke das russische Gebiet in Vorbereitung seines neuesten Rekordprojektes bereits erkundet hat und sich bestens mit den zu erwartenden Extrembedingungen auskennt.

Zum Einsatz kommt ein modifizierter Jeep Wrangler, mit dem Jeschke, bevor es nach Oimjakon geht, bereits 13.000 Kilometer quer durch Russland zurückgelegt hat (den größten Teil der Strecke bei Eiseskälte). Typisch Extrem Events hat auch bei diesem neuesten Abenteuer der Umweltschutz absolute Priorität: In den Achsen, Differentialen, dem Getriebe und Motor des Jeep Wrangler befindet sich ausschließlich vollbiologisches, d. h. vollständig biologisch abbaubares Öl.

Seien Sie gespannt auf die 24-minütige Doku „Expedition zum Kältepol der Welt“! Der Sendetermin steht schon fest: Pro Sieben, 28. Februar, Galileo (ab 19 Uhr).

Die Umbauten des Jeep Wrangler, der bereits als Fahrzeug „F2“ des Höhenweltrekordes am höchsten Vulkan der Welt in Chile Karriere machte, umfassen u.a.:

- Doppelverglasung
- Luftschnorchel
- Old Man Emu Heavy Duty Fahrwerk
- Seilwinde Warn vorn und hinten
- Dachträger
- Funkanlage
- Zusatzscheinwerfer
- 35″ Goodyear Wrangler AT Extreme Bereifung (LT315/70R17)

 

16.01.2008: Es war eisig und es war gut so

geschrieben am 16. Januar 2008 um 17:30 von pny2009

21 Stunden nach unserem Start in Jakutsk erreichen wir mit unserem Rekord-Jeep Wrangler den kältesten bewohnten Ort der Welt: Oimjakon.

Wenn du mit 20 Km/h Stunden über Stunden auf extrem “löchrigen” Strassen unterwegs bist und über Brücken fährst, die du eigentlich selbst zu Fuß nicht betreten würdest, wenn du bei -58°C draußen auf Toilette gehst, deinen Wagen betankst und die Reifen aufpumpst, wenn der Stoff deiner Jacke so hart ist, dass du ihn brechen kannst, wenn dein “Twix” ein zerbröselndes Stückchen Eis ist, wenn selbst deine aufgedoppelten Autoscheiben zufrieren, wenn dir meterhoher Schnee und umgefallene Strommasten die Fahrt erschweren, wenn du traumhafte, in Eis erstarrte Landschaften erblickst, wenn du die Sonne um 11 Uhr auf- und um 15 Uhr untergehen siehst, wenn dir ein Blick in die Gesichter der Menschen den täglichen Kampf mit der Kälte erzählt - dann wirst du dankbar. Dankbar dafür, in der Lage zu sein, all dies zu erleben.

Es ist erstaunlich und faszinierend zugleich, wie sich die Bewohner dieses Ortes seit Jahrhunderten gegen die Kälte stemmen und in der Tradition leben. Wie sie als Selbstversorger so leben, dass die Alten nicht selten 100 Jahre alt werden und Krankheiten rar sind. Von den fast 900 Bewohnern sind annähernd 200 Kinder, die dem Kältepol dieser Welt ein wenig der Rauheit nehmen. Da stört es auch nicht, dass die maximale Höchsttemperatur im wärmsten Monat Juli immerhin bei -1°C liegt. Es ist eine eigene Welt, die wir hier finden.

Nach weiteren schwierigen 26 Stunden Fahrt sind wir jetzt in Magadan eingetroffen - der östlichsten, per Straße anfahrbaren Stadt Russlands. Von hier aus werden wir in einigen Tagen wieder nach Oimjakon aufbrechen. Dieses Mal jedoch zusammen mit dem Pro 7 Kamerateam. Um unsere Grenzen noch weiter zu stecken und unser Material noch härter zu testen, werden wir versuchen, über die Abkürzung einer seit Jahren nicht mehr genutzten Straße Oimjakon von Süden anstatt von Westen anzufahren.

 

15.01.2008: Mit dem Jeep® Wrangler auf dem Weg durch Russland

geschrieben am 15. Januar 2008 um 17:30 von pny2009

Es sind die härtesten Tests, denen wir den Jeep Wrangler unterziehen. Voll beladen fahren wir den ehemaligen Höhenrekord-Wrangler F2 quer durch Russland zum kältesten bewohnten Ort der Erde im äußersten Osten des Landes.

Bei durchschnittlichen Temperaturen zwischen -30 und -40°C fahren wir von Irkutsk nach Jakutsk. Das ist schon verdammt kalt, besonders wenn dazu noch Wind aufkommt. Wie kalt es ist, kann man an einem Beispiel erkennen: Die Schmutzfänger des F2 sind derart gefroren, dass Steine diese durchschlagen anstatt abzuprallen. Es ist möglich, das normalerweise gummiartige Bauteil einfach abzubrechen. Als wir uns an einem weit in die Fahrbahn ragenden Brückengeländer irgendwann in einer Nacht einen Reifen zerfetzten, bildeten sich beim Reifenwechsel an unseren Augenbrauen, Bärten und Haaren binnen kürzester Zeit kleine Eiszapfen.

War es bisher kalt, wird es ab morgen tödlich. Auf der Strecke nach Magadan darfst du im Winter keinen Fehler machen. Man erzählt uns, dass wir diesen mit dem Leben bezahlen werden.
Wie nah man bei dieser Kälte dem Tod ist, wurde uns selbst schon mehrfach deutlich. Vor einigen Tagen halfen wir einem Autofahrer, der mit seinem russischen Geländewagen eine Böschung runtergerutscht war und so schräg stand, dass er den Motor nicht laufen lassen konnte. Als wir eintrafen, war es höchste Zeit. Der Mann konnte seine Hände nur noch schwer bewegen. In wenigen Stunden wäre es zu spät gewesen. Das erste, was LKW-Fahrer machen, wenn Sie mit einer Panne liegen bleiben, ist ein großes Feuer anzuzünden, um nicht zu erfrieren. Gestern Nacht starb ein naher Verwandter unserer Gastfamilie, der sich im Nebel auf der zugefrorenen Lena verirrt hatte. Es ist hart hier draußen - in einer Gegend, in der die Flüsse rund acht Monate im Jahr zugefroren sind.

Aber es gibt auch Schönes:

Ich bin sehr angetan von der besonderen Gastfreundschaft, die mir die jakutische Familie, in der wir aufgenommen wurden, zu Teil werden lässt. Es sind Bekannte von Ivans Vater, die uns alle erdenkliche Hilfe zukommen lassen und uns u. a. mit Essen, welches ich noch nie zuvor aß, verwöhnen. Dazu gehört z. B. rohes Pferdefleisch, ebensolches Pferdeherz, roher Fisch in allen Varianten, besonderes Kaviar, Elch- und Vogelfleisch von einer außergewöhnlichen Qualität. Meist werden die Speisen gefroren gegessen und schmecken vorzüglich.

Am 15.01.08 werden wir aufbrechen. Es wird spannend.