Nach der Verabschiedung in Limburg am gestrigen Tag brachen wir heute in aller Frühe in Richtung Süden auf. Unser Ziel: die Schweiz - genauer gesagt unsere Partner Alcosuisse in Delemont und IBS in Thun. Der Werksleiter von Alcosuisse konnte unsere Neugier der Bioethanol-Produktion mit seinen Worten und dem Rundgang im Werk zu 100% erfüllen. Wir erfuhren wie aus kleingehäckselten Abfallholz-Stückchen das Bioethanol produziert wird, welches wir im Tank mit uns führen werden.
Weiter ging es in Richtung Thun. Dort, bei der Firma IBS, justierte der Experte Beat Wyss die Batterie-Steuersystem für unser Mehr-Batteriensystem in gekonnter Art und Weise. So werden die Batterien unserer Jeeps optimal geladen und wir haben genug Kapazitäten um 4 Seilwinden, Scheinwerfer, Funkgerät, Laptops uvm. zu nutzen.
Gerade um die Ecke tankten wir unsere Fahrzeuge an einer von Alcosuisse belieferten Spezial-Tankstelle aber nicht wie üblich einen kleinen Tank voll! Nein, gleich die gesamten Zusatztanks wurden mit dem kostbarem Bioethanol aus Holz gefüllt. Dem Tankstellenbesitzer lief ein verschmitztes Lächeln über das Gesicht, als er Matthias Jeschke die Rechnung für die insgesamt knapp 1.700 Litern ausstellte. Der biogene Treibstoff ist rein und klar wie Wasser, enthält 85% Ethanol und steht dank dem Grundstoff Abfallholz nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln. Bioethanol der zweiten Generation ist einer der zentralen Komponenten unserer Idee, erneuerbare Energien für spektakuläre, automobile Rekordfahrten nicht nur einzusetzen, sondern mit der weitreichenden Medienpräsenz auf die Möglichkeiten und Notwendigkeit der Nutzung hinzuweisen.
Kaum losgefahren, wurde die Fahrertür von außen nass, aber es regnete nicht! Also hieß es raus und der Ursache auf den Grund gehen! Relativ schnell wurde klar, dass einer der Dachtanks leckte. Umgehend pumpten wir das Bioethanol ab und schweißten den Tank im Kaltschweißverfahren. Nach der Wiederbefüllung war alles in Ordnung. Besonderen Dank an dieser Stelle Beat von IBS, dessen Werkstatt wir hierfür benutzen konnten.
Nach diesem spannenden Tag verbrachten wir die Nacht fahrend auf der Autobahn in Frankreich - unser nächstes Ziel: die katalanische Metropole Barcelona.

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