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Archiv für den Monat November 2008

25.-28.11.2008: Novosibirsk

geschrieben am 29. November 2008 um 14:11 von pny2009

Busy in Sibiriens Hauptstadt

Von vornherein war Novosibirsk als Etappenziel mit mehrtägigem Aufenthalt im Expeditionsplan eingetragen. Der Grund: Hier sollen unsere Gespanne für die Kälte umgerüstet werden. Alle Reifen, auf den Fahrzeugen, den Trailern und die Ersatzreifen müssen mit Spikes versehen werden. Und die Motoren und Getriebe erhalten einen Kälteschutz aus Filz. Basis dieser Planung war die Annahme, dass wir es tatsächlich spätestens ab Novosibirsk mit sibirischen Temperaturen zu tun kriegen. Doch noch immer zeigen die Thermometer Temperaturen um die null Grad. Das Chrysler-Center Novosibirsk ist vor dem Altaigebirge, in dem wir dann wirklich auf Schnee treffen werden, die letzte Gelegenheit für diesen zwingend erforderlichen Kälteumbau. Entsprechend stecken wir im Augenblick trotz der außergewöhnlich hohen Außentemperaturen mitten in den Umbauarbeiten. Wir haben von verschiedenen Russen gehört, dass die Natur sich mit der langen Periode sehr milder Temperaturen auf einen extrem kalten Winter vorbereitet.

Nachdem wir zunächst mit Schwierigkeiten in der Werkstatt gerechnet haben – erneut war die Einfahrt zu niedrig für unsere Dachaufbauten – klappt alles zu unserer höchsten Zufriedenheit. Die Werkstatt wurde eigens für unsere beiden Fahrzeuge umgestaltet, die gesamte Mechanikermannschaft steht für die Arbeiten an unseren Gespannen parat. In einer Spezialwerkstatt arbeiten mehrere Menschen daran, unsere Reifen zu bespiken. Der erste Satz ist bereits fertig mit Spikes versehen schon wieder bei Chrysler zur Montage eingetroffen. Evgeny, der durch seine eigenen Fahrzeuge reichlich Erfahrung mit dem Kälteschutz von Motoren hat, unterstützt jetzt das Werkstattteam beim Einwickeln der Autos. Matthias konnte sogar zwischendurch mit dem ersten Gespann zum Waschen fahren, so dass wir uns endlich auch farblich wieder als Expeditions-Team vom restlichen Verkehr abheben. Trotz aller Hilfsbereitschaft und wirklich konzentrierter Arbeit hier im Chrysler-Center befürchtet Matthias dennoch, dass uns eine lange Arbeits-Nacht bevorsteht, um die Autos vollständig fertig zu machen.

Neben den Kälteumbauten in der Werkstatt waren die Präsentation unseres Projekts an der Technischen Universität und der persönliche Kontakt zum deutschen Generalkonsulat wichtige Aspekte für unseren längeren Stop in Novosibirsk. Zunächst wurden wir in das Konsulat eingeladen. Dort konnten wir alle Menschen kennenlernen, die mit der Unterstützung unserer Expedition betraut sind. Seither freuen wir uns ganz besonders, dass wir dieses starke Team aus dem Konsulat tatsächlich bis zur Überfahrung der Beringstrasse hinter uns haben.

Am darauffolgenden Tag wurde diesem positiven Eindruck aus Werkstatt und Generalkonsulat mit der Pressekonferenz an der Technischen Hochschule eine Krone aufgesetzt! Die Veranstaltung war von Anfang bis Ende geprägt durch die professionelle, intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit von Konsulat, Universität und DAAD. Räumlich, technisch und auch hinsichtlich der Ankündigung wurde hier ganze Arbeit geleistet – alles war bestens vorbereitet und entsprechend wurde die Projektpräsentation zu einem vollen Erfolg. Nachdem wir vom Direktor empfangen und über die Hochschule informiert wurden und uns in einem kurzen Gespräch über das Thema “erneuerbare Energien” ausgetauscht haben, wurden wir beim Eintritt in den Festsaal von der Menge der Zuhörer und anwesenden TV-Teams überwältigt. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, weitere Interessierte standen in den Gängen und an der rückwärtigen Wand. Matthias hat sich in der Vorstellung des Projekts sehr kurz gefasst und zu Recht auf das große Interesse und entsprechende Fragen aus dem Auditorium gesetzt. Zwischen Ko-Rektor, Generalkonsul und Matthias auf dem Podium und Studenten und Journalisten im Auditorium entwickelte sich ein angeregtes Gespräch rund um unsere Autos, die Expedition und über erneuerbare Energien, den Zukunftsmarkt Russlands. Anschließend gab es erstmalig einen weiteren Programmpunkt, eine Einladung zu Tee und Gebäck, die wir natürlich gerne angenommen haben. Nach diesen beiden Treffen mit Konsulat und Universität, meinte Matthias, dass wir ganz entspannt einen weiteren Jeep allein nur mit den vielen interessierten und hilfsbereiten Mitarbeiterinnen aus beiden Stellen auf die Expedition hätten mitnehmen können.

Unser nächstes Ziel liegt 900 Kilometer entfernt – es ist die russisch-mongolische Grenze. Schon jetzt sitzt Matthias wann immer es geht im Chrysler-Showroom und bereitet mit Hilfe einer Dolmetscherin telefonisch unsere Grenzüberfahrt vor.

Astrid Wallner

 

24.11.2008: Omsk

geschrieben am 26. November 2008 um 21:49 von pny2009

Die Sonne von Omsk

Wir haben uns bei unserer Abfahrt aus Tyumen nicht getäuscht: Die Sonne, die uns aus Omsk entgegenschien, war ein gutes Zeichen. Gleich morgens haben Joachim und die russischen Journalisten zahlreiche Foto-Stopps eingelegt. Nicht nur, dass das Licht der aufgehenden Sonne die Landschaft extrem malerisch beschienen hat, sondern wir sind auch noch erstmalig offroad unterwegs gewesen. Eine Vollsperrung der Hauptstraße hat uns diesen Ausflug beschert.

Nachdem Matthias und Evgeny mit Autos samt Hängern ein spektakuläres Wendemanöver auf der an dieser Stelle schmalen Straße vollbracht haben, sind wir auf einer Piste durch kleine Dörfchen, Wald und mitten durch die braune Tundra gefahren. Wir waren zwar früh aufgebrochen, hatten aber nach diesem schönen, aber auch zeitraubenden Umweg den Verdacht, dass wir bis weit in die Nacht hinein unterwegs sein würden. Auf Wunsch unserer mitreisenden Journalisten sind wir kurze Zeit darauf für eine Mittagspause in einem Gasthaus eingekehrt – eine Pause, die unseren Verdacht zur Gewissheit werden ließ. Frisch gestärkt, bester Laune und bei strahlendem Sonnenschein sind wir danach wieder in die Autos gesprungen und haben ein kleines Wunder vollbracht. Die Kilometer bis Omsk schmolzen nur so dahin und trotz wirklich schlechter Straßen, insbesondere auf der ersten Hälfte der Strecke, sind wir zum allerersten Mal weit vor der auf dem Tourplan ausgewiesenen Zeit in Omsk eingetroffen. Fahrer, Stimmung und Landschaft waren so toll, dass diese 650 Kilometer eine unserer bislang schönsten Etappen waren.

Dank des Einsatzes, der Spontanität und der Hilfsbereitschaft des Vizekonsuls war trotz unserer unerwarteten vorzeitigen Ankunft in Omsk alles bestens für uns vorbereitet. Wir wurden an der Stadtgrenze herzlich begrüßt und zum Hotel eskortiert. Sogar an unsere Gespanne war gedacht: Ohne lange Verhandlungen konnten wir die Fahrzeuge auf einem abgeschlossenen und bewachten Parkplatz direkt am Hotel abstellen. Das hat es unterwegs auch noch nicht so oft gegeben! Keine zwei Stunden nach Überfahrung der Stadtgrenze saß das Team bei einem späten und verdienten Abendessen zusammen.

Die Pressekonferenz bei Chrysler Omsk stand erst für 17 Uhr auf dem Programm – entsprechend konnte jeder den Montag auf andere Art nutzen: Astrid und Jockel haben Bilder und Texte in die Heimat geschickt, Matthias hat einen Bürotag eingelegt, Evgeny hat sich ausgeschlafen. Einige von uns haben das Angebot einer persönlichen Omsk-Führung durch den netten Vizekonsul angenommen. Dieser Ausflug in die Stadt hat sich richtig gelohnt! Omsk ist wunderschön. Zum Teil haben sich hier Petersburger Architekten ausgetobt – entsprechend malerisch ist das Stadtbild dieser 1,2-Millionen-Einwohner-Metropole. Wir haben viel über die “weiße Hauptstadt Sibiriens” und ihre Geschichte gelernt. Höhepunkt war der Besuch der Omsker Kirche, neben der Basilica am roten Platz in Moskau und der Petersburger Kathedrale eine der drei schönsten Kirchen in Russland. Mit vielen Fotos und neuen Eindrücken – von den ersten Plattenbauten in Omsk bis zur alten Tartarenfestung, der Gründungsstelle der Stadt im Jahr 1716 – sind wir ins Hotel zurückgekehrt.

Als wir später zur Projektpräsentation aufbrechen wollten, erwartete uns bereits das erste Kamerateam direkt am Hotelparkplatz. Nach Interview und Aufnahmen kamen wir entsprechend verspätet in der Jeep-Repräsentanz an. Nichtsdestotrotz wurden wir auch hier herzlichst begrüßt. Da sich das offene deutsch-englisch-russisch-sprachige Gespräch, das zum großen Teil von den mitreisenden Journalisten geführt wird, ja schon in Tyumen bewährt hat, schlug Matthias erneut diese Form zur Präsentation unseres Projekts vor. In sehr entspannter, fröhlicher Atmosphäre entwickelte sich zwischen Pressevertretern, Autohaus-Leitung und Expeditionsteam ein angeregtes Gespräch, das bei einem üppigen Büffet fortgesetzt wurde. Selten sind wir so gastfreundlich und herzlich und mit so großem Interesse aufgenommen worden.

Omsk war wirklich ein tolles Etappenziel! Wir freuen uns, dass wir hier gewesen sind und diese neuen Kontakte gewonnen haben!

Astrid Wallner

 

20.-22.11.2008: Ekaterinburg - Tyumen

geschrieben am 25. November 2008 um 17:29 von pny2009

Zwei Städte – zwei erfolgreiche Tage

Über Nacht, kurz nach unserer Ankunft in Ekatarinburg, hat es zum ersten Mal leicht geschneit:Als wir morgens aus den Hotelfenstern auf die Autos schauten, war alles mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt. Leider waren die Temperaturen nicht tief genug, um die leichte Zuckerschicht zu erhalten. Schade! Stattdessen war ganz Ekatarinburg innerhalb weniger Minuten mit einer dicken braunen Schlammschicht bedeckt. Kurze Zeit später, die wenigen Kilometer vom Hotel bis zur Technischen Hochschule waren weit genug, hatten auch F1 und F2 eine zentimeterdicke Schlammpackung aufgelegt. Die Autos sahen aus wie nach härtestem Offroad-Einsatz.

In Ekatarinburg waren wir von der Generalkonsulin und der Technischen Hochschule eingeladen, unser Projekt zu präsentieren. Wir wurden vom Hochschulpräsidenten persönlich begrüßt und über die Technische Hochschule mit ihren 43.000 Studenten informiert. Zur Expeditionspräsentation, die hervorragend vom Konsulat vorbereitet wurde, waren sowohl Studenten als auch Pressevertreter, vor allem aber zahlreiche TV-Teams mit Kameras, anwesend. Der Erfolg dieser Veranstaltung hat sich entsprechend direkt bemerkbar gemacht: Wir waren die Attraktion der Hauptnachrichten um 20 Uhr im zweiten russischen TV-Kanal! Neben Aufnahmen von Jeeps und Trailern waren auch Interviews mit Matthias und Evgeny zu sehen. Seither sind wir in ganz Russland bekannt!

In einem entspannten Tagestrip haben wir die 350 Kilometer von Ekatarinburg nach Tyumen zurückgelegt, wo wir von der Stadtgrenze direkt zum größten Chrysler-Center Eurasiens begleitet wurden. Nachdem unsere Autos schon für die Werkstatteinfahrt in Ekatarinburg zu hoch waren, sollten wir jetzt hier zum Check in die Werkstatt fahren. Eine Aktion, die in sekundenschnelle die Nerven aller Beteiligten blank legte. Matthias hatte noch nicht einmal Zeit, die anwesenden Chrysler-Vertreter zu begrüßen. Stattdessen kam ein Wachmann in Uniform und machte uns lautstark klar, dass wir mit unseren Gespannen dort sofort verschwinden sollten. Währenddessen hatten sich unsere russischen Mitfahrer bereits mit den Werkstattmitarbeitern verständigt und legten los. Evgeny vollführte mit dem F2-Gespann auf dem Hof ein Wendemanöver, das den Trailer ins Schlingern brachte und bugsierte den Jeep mit einem Journalisten auf der Motorhaube in die Werkhalle. Gleichzeitig begannen bereits zwei Chrysler-Mitarbeiterinnen damit, unsere vollständig verdreckten Autos zu waschen, und wir mussten unser Gepäck für die Hotelübernachtung entladen. Hektik brach aus, Matthias wurde laut.

Diese Ankunft an der Werkstatt hat uns deutlich gezeigt, was Expedition heißt: Obwohl alles bestens geplant und vorbereitet ist, müssen wir alle jederzeit mit unvorhersehbaren Situationen rechnen, die von dem gesamten Team höchste Konzentration und Kooperation verlangen. Die so entstehende Anspannung kann sich dann, wenn es zusätzlich auch noch hektisch wird, schon mal lautstark entladen. Aber kein Sturm ohne darauffolgende Ruhe: Das Treffen mit örtlichen Pressevertretern im Chrysler-Center fand in ausgesprochen freundschaftlich-entspannter Atmosphäre statt. Die Journalisten waren extrem interessiert und die drei Vertreter von Automobil-Zeitschriften, die derzeit mit uns unterwegs sind, haben sich super in unser Team eingegliedert. Erstmalig hat nicht nur Matthias allein die Story der Expedition erläutert. Er wurde sowohl bei der Übersetzung als auch bei der Darstellung der Expedition tatkräftig von den drei mitreisenden russischen Pressevertretern unterstützt.

Am Sonntagmorgen sind wir früh in Tyumen aufgebrochen. Unser Weg führte uns weitere 650 Kilometer nach Osten – dabei schien uns die Sonne von Omsk entgegen und hat uns den Weg zum nächsten Etappenziel gewiesen. Diesem hellen Licht sind wir gerne gefolgt.

Astrid Wallner

 

17.-19.11.2008: Kazan - Ural

geschrieben am 22. November 2008 um 11:31 von pny2009

Erste kontinentale Grenzüberfahrt

Von Kazan aus sind wir anders als zunächst geplant nicht über Perm, sondern über die Stadt Ufa nach Ekatarinburg gefahren. Auf uns warteten 1.200 Kilometer, die wir in einem Stück zurücklegen wollten, um wirklich am Donnerstagmorgen unser Projekt in Ekatarinburg präsentieren zu können. Ein erneuter Blick auf die Karte und Gespräche mit den Journalisten, die Chrysler Russland in einem Begleit-Commander mit uns auf die Reise geschickt hat, haben uns zur Routenänderung bewogen. Der Grund: Hier sollten die Straßen besser sein, als bei dem Weg über Perm.

Unterwegs erwartete uns ein echtes Russland-Highlight: Wir haben den Ural überquert. Zwar lagen nur die südlichen Ausläufer dieses bis zu 3.000 Meter hohen Gebirges auf der Strecke, aber es hat gereicht, um immer wieder im zweiten Gang im Schneckentempo die Berge hochkrabbeln zu müssen. Wie gut, dass die Straßen noch schnee- und eisfrei waren und wir den Großteil des Urals nachts bewältigt haben! Das übliche tagtägliche Aufkommen an Lastern gepaart mit schlechten Witterungsbedingungen hätte vermutlich bedeutet, dass wir die gesamten ca. 800 Kilometer Gebirge in Abgaswolken und im ersten Gang hätten zurücklegen müssen. So haben wir wenigstens Berg runter ein bisschen Tempo zulegen können. Und wir wurden gegen Morgen von einem wunderschönen Sonnenaufgang hinter den Bergen für die langsame nächtliche Fahrt vollends entschädigt. Die Berglandschaft und die braune, herbstliche Tundra waren eine gute Gelegenheit für unseren Fotografen, beeindruckende Landschaftsaufnahmen zu machen.

Vielleicht noch kurz ein Wort zu den besseren Straßen auf der Strecke Kazan – Ekatarinburg: Wie die schlechteren Straßen ausgesehen hätten, wissen wir erfreulicherweise nicht. Die Strecke, auf der wir unseren Weg zurückgelegt haben, hat sich durch extreme Spurrillen, Bodenwellen und zum Teil heftigste Schlaglöcher ausgezeichnet. Insbesondere an den Brücken in den Tälern wurden wir bei schnellerem Tempo durch schwere Unebenheiten regelmäßig erschüttert. Erstaunlich, dass trotzdem immer einer von uns schlafen konnte. Unterwegs haben wir mit dem F1 ein gigantisches Schlagloch getroffen, erfreulicherweise ohne Konsequenzen für das Fahrzeug. Als wir anhielten, um unsere Situation zu checken, stand direkt am Straßenrand ein Russe, der an seinem Pkw den hinteren linken Reifen wechselte. Ganz offensichtlich war er unmittelbar vor uns durch dieses Riesenloch gefahren.

Eigentlich ist der Höhepunkt der Expedition ja die Überfahrung der Grenze zwischen zwei Kontinenten. Wir haben diese Idee schon einmal von der Beringstrasse vorgezogen und die Kontinentverbindung geübt: Am frühen Morgen haben wir die Kontinente-Grenze zwischen Europa und Asien überfahren – allerdings ohne Eis, ohne Wasser, ohne montiertes Sicherheitssystem, sondern gefahrlos auf einer ganz normalen Bergstraße. Ein haushohes Steinmonument mit zwei Hinweisschildern “Europa” und “Asien” hat an der Straße die Linie markiert, an der die Kontinentgrenze liegt.

Nachdem wir am frühen Morgen bei einem Tankstop einen schnellen Kaffee getrunken und beschlossen haben, erst noch ein bisschen zu fahren und später zu frühstücken, gab es gegen zehn Uhr, zahlreiche Foto-Stopps später, eine richtige Rast. Die vier Fahrer – im F1 das Team Matthias und Astrid, im F2 Evgeny und Jockel – hatten sich die ganze Nacht hindurch mit Fahren und Schlafen abgewechselt, so dass sich alle auf ein richtiges Frühstück freuten. Allerdings hatten wir die Rechnung ohne die erneute Zeitverschiebung gemacht. Tourplan und ein Handy mit aktivierter Zeitzonen-Automatik ließen keinen Zweifel: Der Morgen war rum, es war bereits zwölf Uhr mittags. Kurzerhand wurde der Frühstückstermin übersprungen und mit Schaschlik, Salat und Borschtsch in ein kräftigendes Mittagsessen verwandelt.

Jetzt sind wir in Ekatarinburg, wo wir am Donnerstag in der Technischen Hochschule die Expedition vorstellen. Von hier aus geht es am Freitagmorgen weiter auf eine kürzere Etappe nach Tjumen. Wir werden wiederum von dem Jeep Commander und zwei von Chrysler eingeladenen Journalisten begleitet. Darüber hinaus nimmt ein weiterer Journalist auf Einladung unseres Partners Goodyear im F1 Platz.

Astrid Wallner

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14.-17.11.2008: Moskau - Kazan

geschrieben am 17. November 2008 um 10:48 von pny2009

Unverdächtig Fahren

“Eine vierte Runde fahren wir lieber nicht, sonst wirken wir vielleicht irgendwie verdächtig”, ermahnen wir uns bei unserem dritten Einkehrschwung in die Touristen-Runde um den Kreml und die Basilica in Moskaus Zentrum. Also übten wir uns im “unverdächtigen Fahren” und genossen die Moskauer Sehenswürdigkeiten bei herrlichem Sonnenschein während unseres Fotoshootings. Selbst den Strech-Limousinen, die in einer für uns Westeuropäer außergewöhnlichen Dichte mit Hochzeitspaaren drin rund um die Basilica gecruised sind, ist es nicht gelungen, die Aufmerksamkeit der moskauer Passanten von unseren Expeditions-Gespannen abzulenken.

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Die Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums, der Deutschen Botschaft und hochrangige Vertreter unserer Partner Jeep und Goodyear haben uns einen wirklich angenehmen Aufenthalt und eine sehr gut besuchte Pressekonferenz bereitet. Die Präsentation der Expedition bot gerade für die zahlreichen Automobil-Journalisten im Zusammenhang mit Informationen über die Einführung des Jeep Wrangler Rubicon in Russland eine Fülle von berichtenswerten News – erste Ergebnisse waren schon abends auf russischen Homepages zu sehen. Eine ganz besondere Ehre war für uns alle die zwei Nächte in den Wohnungen auf dem Botschaftsgelände, eine weltweit einmalige Übernachtungsmöglichkeit. Für die starke Unterstützung und die große Hilfsbereitschaft in Moskau möchten wir uns auf diesem Weg unbedingt noch einmal bedanken.

Ansonsten wurden die zwei Tage in der russischen Hauptstadt von Veränderungen im Team und aktuellen Lageberichten zum Wetter geprägt. Lena, die Fotografin der ersten sechs Expeditionswochen, wurde von Joachim Stretz, dem neuen Fotografen an Bord, abgelöst. Darüber hinaus sind Nastja Zilich und Jürgen Graf von Moskau aus am Samstag wieder nach Hause geflogen. Nastja Zilich hat die Expedition von Warschau nach Moskau begleitet um vor allem bei den Grenzübergängen zu dolmetschen. Jürgen Graf hat die große Pressekonferenz in Moskau mit vorbereitet und weitere administrative Angelegenheiten geregelt. Evgeny hat die Auszeit genutzt, um seine Mutter zum 90ten Geburtstag zu besuchen und sich richtig auszuschlafen. Ausgeruht und voller Elan ist er gestern wieder zu dem Team dazu gestoßen. Außerdem werden wir bis Novosibirsk von einem Praktikanten der Deutschen Botschaft in Moskau begleitet. Er spricht Russisch und unterstützt uns insbesondere bei den zahlreichen Polizei-Kontrollen auf der Strecke.

Das Wetter ist immer wieder Thema: Während wir in Moskau in quasi jedem Gespräch hören, dass es für diese Jahreszeit viel, viel zu warm ist und es normalerweise längst überall weiß und klirrend kalt sein müsste, erreichen uns über das Altaigebirge erste Schneeberichte. Im Altai liegt so viel Schnee wie schon seit Jahren nicht mehr. Diese Informationen fließen neben unseren bisherigen Grenzerfahrungen schon jetzt in die weitere Planung unserer Tour ein – Matthias unternimmt aktuell Anstrengungen, das Treffen mit unserem Guide neu zu terminieren und die Grenzdurchfahrten vorzubereiten. Unser Ziel dabei ist ein Zeitplan, der möglichst alle Rahmenbedingungen berücksichtigt und dann tatsächlich auch bei extremer Schneelage von uns eingehalten werden kann.

Von Moskau aus sind wir Sonntagnacht – nachdem wir das Gepäck aller neuen und alten Fahrer und das gesamte Equipment komplett neu gestaut haben – in Richtung Ekatarinenburg gestartet. Unser Weg zur ersten Zwischenstation, der alten Tartarenstadt Kazan, führt uns entlang der Volga, die mit 3.700 Kilometern der längste Fluss Europas ist. Das leicht hügelige Volga-Delta hält für uns vor allem eine Erkenntnis bereit: Die beiden Trailer sind einsame Spitze! Mit Schwimmpontons und deren Aufhängung, jeweils 1.000 Litern Bioethanol in den Tanks und weiteren verzurrten Materialen wie beispielsweise Ersatzreifen, bringt jeder Hänger ein Gewicht von 4,5 Tonnen auf die Waage. Bei Straßenverhältnissen, die von extremsten Bodenwellen und Spurrillen bis hin zu unbefestigten und plötzlich abfallenden Straßenrändern alle möglichen Erschütterungen und Unebenheiten für uns parat halten, ist es unglaublich, wie gut die Trailer hinter unseren Jeeps herlaufen. Von Kazan aus führt uns unser Weg über Perm nach Ekatarinburg – die Straßen werden sicherlich nicht besser werden…

Astrid Wallner

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11.-13.11.2008: Minsk - Grenze Belarus/Russland - Moskau

geschrieben am 13. November 2008 um 10:48 von pny2009

Grenzgang im Schlaf

Der Start in den Dienstag kam uns sehr entgegen: Die langwierige Grenzquerung Polen/Weißrussland noch in den Knochen, waren wir alle froh, in Minsk direkt im Hotel des IBB, in dem auch die Pressekonferenz stattfand, zu übernachten. Von den Mitarbeitern der Deutschen Botschaft und dem IBB-Team bestens betreut und vorbereitet, fand unsere Projekt-Präsentation mit Simultanübersetzung im gut gefüllten großen Konferenzsaal statt. Das Interesse der weißrussischen Medien und anderer Interessierter war groß – die Verbreitung der News über die Expedition ging entsprechend schnell: Schon auf dem Weg zur russischen Grenze trafen wir auf eine Tankwartin, die gerade zuvor eine Meldung über uns im Fernsehen gesehen hatte. Sie war absolut begeistert, dass wir nun an ihrer Tankstelle Benzin nachtankten.

Matthias tauschte sich nach der Pressekonferenz in einem interessanten Termin mit dem stellvertretenden Umweltminister und seinen Mitarbeitern über erneuerbare Energien aus. Spontan lud das Umweltministerium weitere Pressevertreter zu unserem nachmittäglichen Besuch der Nationalbibliothek ein. Hier gab es für Matthias außerdem spontan einen überaus interessanten Erfahrungstausch unter Expeditionsleitern: Vladimir Drabo, ein Expeditions-Kommandeur aus Minsk, hat bereits vier mal versucht hat, die Beringstrasse zu überfahren. Kurzfristig war er zur Nationalbibliothek geeilt, um Matthias und Evgeny persönlich kennenzulernen. Er schenkte unseren beiden Fahrern jeweils ein Buch über seine Expedition. Und er lud Matthias spontan zur Durchführung einer gemeinsamen Expedition ein – zur Durchquerung des Südpols. War dieses Zusammentreffen der beiden Expeditionsleiter der Startschuss für ein neues großes Projekt?!

Die weißrussische Nationalbibliothek, die wir nachmittags mit einer individuellen Führung besuchten, war ein Lehrstück in Symbolik: Das faszinierende Gebäude in Form eines Diamanten ist Symbol für den überaus großen Wert des Wissens. Zum Abschluß der Besichtigung fanden wir uns auf dem höchsten Punkt in ganz Weißrussland wieder, auf der 74 Meter hohen Dachterrasse der beeindruckenden Bibliothek. Begeistert über den erfolgreichen Verlauf des Tages, die wirklich interessanten Gespräche und Kontakte und das schöne Besichtigungsprogramm machten wir uns am frühen Abend auf den Weg zur weißrussischen Grenze, an der wir gegen Mitternacht ankamen.

Nach einer kurzen Schlafpause erfuhren wir, dass die Carnets ATA erst morgens um neun Uhr bearbeitet werden könnten – wir schliefen direkt weiter, allerdings ohne unsere Uhren um eine weitere Stunde auf die russische Zeit vorzustellen. Das Klopfen eines Grenzbeamten an die Scheiben des F1 weckte uns. Er nahm unsere Formulare zur Bearbeitung mit. “Manchmal klappt Grenzabfertigung im Schlaf”, dachten wir zu dem Zeitpunkt positiv überrascht. Kurze Zeit später wurden wir zum etwa 80 Kilometer entfernten Hauptzollamt in Smolensk eskortiert. Wir erhielten Anweisung, die Fahrzeuge auf einem umzäunten Areal im hinteren Teil des Hofes abzustellen, die Jeeps zu schließen und diesen Teil des Zollhofes umgehend zu verlassen. Hinter uns fiel eine Tür ins Schloß des hohen Drahtzaunes. Jetzt waren die Fahrzeuge vom russischen Zoll sichergestellt. Spätestens jetzt war uns allen klar, dass auch diese Grenzpassage keine einfache Angelegenheit werden würde.

Matthias erstes Verhandlungsergebnis war wenig erfreulich: Uns wurde die Einreise verweigert. Mit intensiver Unterstützung der Deutschen Botschaft, Intervention auf höchster Ebene und wohlwollenden Grenzbeamten ist es auch an dieser Grenze gelungen, unseren zunächst schlechten Ausgangspunkt in einen Grenzgang zu verwandeln. Allein die lange Wartezeit für das Team und die anstrengenden Verhandlungen für Matthias machten diese beiden letzten Grenzdurchfahrten zu schwierigen Angelegenheiten. Unser Fazit: 80 Stunden, zwei Grenzen, 30 Stunden Warten. Wie gut, dass im Expeditions-Zeitplan für diese kritischen Punkte von Anfang an genug Zeitpuffer vorgesehen war!

Astrid Wallner

 

05.11.2008: Berlin

geschrieben am 5. November 2008 um 17:30 von pny2009

Das Expeditions-Quintett hatte Quartier bezogen in einem kleinen aber sehr schönen Ferienhaus im Spandauer Bezirk. Spät angekommen hieß es nur noch Wake up Call bei den Kollegen in Limburg bestellen, rein in die Betten und die Augen zu.

Nicht schlafen konnten sechs Extrem Eventler, die sich in dieser Nacht mit den beiden Roka-Trailern, weiterem Material und dem Notfallschwimmsystem auf den Weg nach Berlin machten.
Punkt sechs Uhr kam der Weckruf und das Team schälte sich aus den Federn. Heute sollte das Meilenwerk im Herzen Berlins mit seinem stilvollen Ambiente das Projekt Willkommen heißen. Das ehemalige größte Straßenbahndepot begrüßt heute als Forum für Fahrkultur mehr als 450.000 Menschen jährlich. Unser Partner Chrysler hatte hier das Atrium gebucht, wo mit Requisiten der Babelsberger Filmstudios, einem Gespann und Gegenständen unseres Projektes ein echtes Expeditions-Feeling entstand. Eine mobile Gulaschkanone stärkte alle Beteiligten.

Am Nachmittag dieses Tages fuhren wir zusammen mit Herrn Dr. Lührs, der extra aus Rügen mit seinem Jeep Grand Cherokee angereist war, auf den Pariser Platz, um dort Foto- und Filmaufnahmen für uns zu machen. Aber: wir sollten wiederkommen. Noch am Abend rief die dpa an, und lud uns ein ebenfalls am Brandenburger Tor Fernsehaufnahmen u. a. für den Stern durch zu führen.

Die zweite Heimat des Teams wurde die Chrysler-Werkstatt in der Seeburger Straße, wo nochmals ein letzter Check der Autos vollzogen wurde. Kühlmittel für die Kälte Sibiriens wurde eingefüllt und Bremsbeläge getauscht. Die wohl kniffeligste Arbeit war es das Fahrwerk zu optimieren. Denn wie sich während der Europatour rausstellte, war das Dämpfer und Federsystem welches uns anstelle des originalen eingebaut wurde keineswegs ausreichend. Zu schwache Federn ließen den Wagen selbst ohne große Beladung zu stark einfedern. Schon in Bratislawa hatten wir gemeinsam mit Chrysler an einer Lösung gearbeitet für das unser Team in Limburg unterdessen die Materialien beschafft hatte. Das Rubicon Express Fahrwerk wird nun von insgesamt 6 zusätzlichen Eibach Federn pro Fahrzeug unterstützt um das System der Autos auch mit Beladung haltbar zu machen. Bis tief in die Nacht brannte das Licht in der Werkstatt und das Technikteam zeigte einen Einsatz bis zum letzten Schweißtropfen – dann war es geschafft! Am Freitagabend rollten die Autos mit den Hängern auf die Berliner Straßen zurück.

Am Samstagmittag nun geht es über Frankfurt/Oder wo wir nochmals kräftig Bioethanol unseres Partners Alcosuisse auftanken. Die rund 2650 Liter wurden vor einigen Tagen an die Firma „Die Werkstatt“ geliefert, die die 16 Fässer mit eigener Muskelkraft vom LKW entluden. Vielen Dank für den Enthusiasmus und die Hilfsbereitschaft an diese Männer der Tat. Hier warten auch 160 Flaschen ISO HEET, ein Additiv fürs Benzin, das demselbigen Wasser entzieht und somit den Gefrierpunkt senkt. Voll beladen, aber voller Pioniergeist wenden wir uns nun gen Osten und freuen uns auf die nächste Station in Warschau.

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03.11.2008: Tschechien

geschrieben am 3. November 2008 um 17:30 von pny2009

Nach dem problemlosen Überqueren der österreichisch-tschechischen Grenze wurden wir von einem Konvoi des tschechischen Jeep-Clubs abgeholt und vom Präsidenten des Clubs sowie den Mitgliedern sehr herzlich begrüßt. Zuerst ging es mit unserem nun 15-Auto-starken Konvoi nach Znojmo. In der Hauptstadt des südmährischen Bezirks konnte Lena (unsere Fotografin) tolle Bilder des Teams und der Fahrzeuge in historischer Umgebung schießen. Durch die altertümliche Altstadt ging es bis zur St. Nikolaus-Kirche, von der wir einen tollen Ausblick auf das Tal der Thaya hatten.

Kurz darauf ging es zu unserem Tagesziel Prag, auch die „goldene Stadt“ genannt. Dank der hervorragenden Disziplin der tschechischen Jeeper war die Konvoifahrt das reinste Vergnügen. Auch hatten wir kaum mit Sprachproblemen zu kämpfen, da vielerorts sehr gut Deutsch gesprochen und verstanden wurde. Am Abend luden uns die Jeep-Freunde zu einer tschechischen Nacht ein. Den kleinen Rest der Dunkelheit verbrachten wir im Haus des Präsidenten des Jeep Clubs, der uns mit seiner Familie dankenswerterweise eingeladen hatte und uns die große Gastfreundlichkeit des Landes spüren lies.

Am Morgen des 04.11.2008 erlebten wir in der wahrscheinlich schönsten Deutschen Botschaft weltweit einen optimalen Pressetermin mit Vertretern aus TV, Radio, Print, Wirtschaft etc. Es war schon ein besonderes Gefühl, den Balkon im Palais Lobkowitz zu sehen, auf dem am 30. September 1989 der damalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher bekannt gab, dass die Ausreise der Flüchtlinge aus der DDR in den Westen nun möglich sei – faktisch der Beginn des Zusammenbruchs des Eisernen Vorhangs. Besonders war auch, dass unsere Wagen im Botschaftsinnenraum standen, nur einige Meter vom legendären “laufenden Trabi” entfernt.

Im Anschluss an den Botschaftstermin konnten wir dank der sehr guten Vorbereitung (inkl. aller Polizeibearbeitung) und dem großen Engagement des Jeep Clubs super Fotos an geschichtsträchtigen Orten in Prag machen – vom Wenzelsplatz bis zum Hradschin über den Dächern der Stadt. Am späten Nachmittag wurden wir dann von unseren neuen Freunden zur deutschen Grenze geleitet, wo wir unsere Reise in Richtung Berlin fortsetzten. Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals für die gewährte Gastfreundschaft sowie die hervorragende und professionelle Vorbereitung durch alle Beteiligten bedanken!

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02.11.2008: Österreich

geschrieben am 2. November 2008 um 17:30 von pny2009

Es gibt schöne und sehr schöne Momente einer Reise. In der Slowakei erlebten wir zunächst einen der schönen Momente und waren teilweise enttäuscht über den Verlauf unseres Besuchs. Das fing an bei der etwas chaotischen Organisation der Pressekonferenz, ging über unfreundliche und unhöfliche Polizisten in der Landeshauptstadt Bratislava, bis hin zu Ärger mit unserem Hotel.

Als sich die Chrysler-Niederlassung in der Slowakei unserer annahm wurde es besser. Man ermöglichte uns, die Werkstatt und technische Infrastruktur zu nutzen, um einen Cross-Check der Fahrzeuge vorzunehmen und uns der wie wir feststellen mussten unzureichenden Federung der Fahrzeuge - welche wir im Zuge der Umbauarbeiten hatten einbauen lassen - anzunehmen (dazu später mehr). Dank der guten Kontakte zur Presse mobilisierte Chrysler am Freitag noch 10 Medienvertreter, die sich über das Projekt informierten. Ganz besonderen Dank müssen wir Tomas, einem Mechanikausbilder der Niederlassung, ausstellen, der auch an einem der großen Feiertage des Landes - Allerheiligen - mithalf die Autos für die Umbauarbeiten in Berlin vorzubereiten und zu testen.

Sonntags früh machten wir uns dann auf den Weg nach Wien. Im nahe gelegenen Driving Camp in Pachfurth hatte Chrysler Österreich ein Frühstück mit über 100 Jeepern organisiert - eine tolle Veranstaltung! Es gab viele interessierte Fragen zum Projekt, viele gute Wünsche und auch eine von den Anwesenden signierte Flaschenpost, die wir mitnehmen werden. Eine sehr schöne Geste wie wir fanden. Speziellen Dank an Gabor Kaitan, den Präsidenten des Jeep Club Austria und Leiter des Marketing bei Chrysler Österreich, fürs Organisieren des Events und an alle Jeeper, die uns die Ehre ihres Besuchs erwiesen haben. Danach ging’s zum Fotoshooting in die Wiener Innenstadt, wo unser Tag mit einer nächtlichen Fiakerfahrt durch die wunderschöne Stadt endete.

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