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05.11.2008: Berlin

Das Expeditions-Quintett hatte Quartier bezogen in einem kleinen aber sehr schönen Ferienhaus im Spandauer Bezirk. Spät angekommen hieß es nur noch Wake up Call bei den Kollegen in Limburg bestellen, rein in die Betten und die Augen zu.

Nicht schlafen konnten sechs Extrem Eventler, die sich in dieser Nacht mit den beiden Roka-Trailern, weiterem Material und dem Notfallschwimmsystem auf den Weg nach Berlin machten.
Punkt sechs Uhr kam der Weckruf und das Team schälte sich aus den Federn. Heute sollte das Meilenwerk im Herzen Berlins mit seinem stilvollen Ambiente das Projekt Willkommen heißen. Das ehemalige größte Straßenbahndepot begrüßt heute als Forum für Fahrkultur mehr als 450.000 Menschen jährlich. Unser Partner Chrysler hatte hier das Atrium gebucht, wo mit Requisiten der Babelsberger Filmstudios, einem Gespann und Gegenständen unseres Projektes ein echtes Expeditions-Feeling entstand. Eine mobile Gulaschkanone stärkte alle Beteiligten.

Am Nachmittag dieses Tages fuhren wir zusammen mit Herrn Dr. Lührs, der extra aus Rügen mit seinem Jeep Grand Cherokee angereist war, auf den Pariser Platz, um dort Foto- und Filmaufnahmen für uns zu machen. Aber: wir sollten wiederkommen. Noch am Abend rief die dpa an, und lud uns ein ebenfalls am Brandenburger Tor Fernsehaufnahmen u. a. für den Stern durch zu führen.

Die zweite Heimat des Teams wurde die Chrysler-Werkstatt in der Seeburger Straße, wo nochmals ein letzter Check der Autos vollzogen wurde. Kühlmittel für die Kälte Sibiriens wurde eingefüllt und Bremsbeläge getauscht. Die wohl kniffeligste Arbeit war es das Fahrwerk zu optimieren. Denn wie sich während der Europatour rausstellte, war das Dämpfer und Federsystem welches uns anstelle des originalen eingebaut wurde keineswegs ausreichend. Zu schwache Federn ließen den Wagen selbst ohne große Beladung zu stark einfedern. Schon in Bratislawa hatten wir gemeinsam mit Chrysler an einer Lösung gearbeitet für das unser Team in Limburg unterdessen die Materialien beschafft hatte. Das Rubicon Express Fahrwerk wird nun von insgesamt 6 zusätzlichen Eibach Federn pro Fahrzeug unterstützt um das System der Autos auch mit Beladung haltbar zu machen. Bis tief in die Nacht brannte das Licht in der Werkstatt und das Technikteam zeigte einen Einsatz bis zum letzten Schweißtropfen – dann war es geschafft! Am Freitagabend rollten die Autos mit den Hängern auf die Berliner Straßen zurück.

Am Samstagmittag nun geht es über Frankfurt/Oder wo wir nochmals kräftig Bioethanol unseres Partners Alcosuisse auftanken. Die rund 2650 Liter wurden vor einigen Tagen an die Firma „Die Werkstatt“ geliefert, die die 16 Fässer mit eigener Muskelkraft vom LKW entluden. Vielen Dank für den Enthusiasmus und die Hilfsbereitschaft an diese Männer der Tat. Hier warten auch 160 Flaschen ISO HEET, ein Additiv fürs Benzin, das demselbigen Wasser entzieht und somit den Gefrierpunkt senkt. Voll beladen, aber voller Pioniergeist wenden wir uns nun gen Osten und freuen uns auf die nächste Station in Warschau.

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