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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

06.04.2010: 184. Kurzmeldung (12:34 Uhr MEZ)

geschrieben am 6. April 2010 um 14:40 von admin

Tohatsu-Motor Nr. 2 läuft auch und der Umbau der Autos in der kleinen Garage geht weiter voran.

Allerdings gibt es Faktoren, die uns derzeit den Start zur Überquerung der Beringstraße nicht erlauben. Zum Einen müssen wir auf die Abfertigung durch den russischen Grenz- und Zolldienst warten, zum Anderen ist die Wetterlage derzeit alles andere als optimal.

Ein Sturm/Tief jagt das nächste. Heftige Winde aus Norden sorgen zwar für eine derzeit starke Eiskonzentration in der Beringstraße, lassen aber durch die Gesamtwetterlage keinen Aufbruch zu.

Wir warten.

 

02.04.2010: 183. Kurzmeldung (11:47 Uhr MEZ)

geschrieben am um 14:39 von admin

Gestern Abend waren wir als Zuschauer bei den Tanzproben der Eskimotanzgruppe dabei und konnten uns über einen kleinen mongoloiden Jungen freuen, der in den zwei Stunden Tanz unglaublich viel lernte.

Die üble Situation mit der Vermieterin hatte sich tagsüber zunächst insofern regeln lassen, dass wir bis Ablauf des vereinbarten Monats zum vereinbarten Satz in der Wohnung bleiben. War ‘ne harte Nuss und Nerven hat es auch gekostet, aber na ja.

Heute dann das nächste Problem. Das GPS Spot Notsystem funktioniert nicht und die netten Leute der Herstellerfirma sind nicht in der Lage oder willens einen Rückruf durchzuführen, geschweige denn die Sache zu lösen. Man (die Expedition) hatte ja nur vor sich im Falle einer notwendigen Rettungsaktion darauf zu verlassen. Bin gespannt wie die das hinbringen wollen - ist auf jeden Fall unnötig wie ein Kropf wenn so ein Zeug nicht richtig geht und noch dazu dass man wegen dieser Typen, die sich nicht wie vereinbart melden, den ganzen Tag in der Wohnung rumsitzt, als hätte man nichts anderes zu tun.

Rudi hat die Zeit heute wenigstens genutzt und mit der Video-/Fotoausrüstung das örtliche Heizkraftwerk besucht. Er ließ sich erklären wie das hier funktioniert und durfte Einblick in Technik nehmen, die vieles hier am Leben hält. Es sind sehr nette Männer dort, die uns jederzeit willkommen heißen. Besonders Slava, der 70-jährige Chefheizer, der aussieht wie 55-60 und Muskeln hat wie ein 40-jähriger Fitnesstrainer ist aufgeschlossen. Das ein oder andere Mal schon saßen wir zusammen, tranken einen Tee, hören seine Geschichte, manchmal fällt auch lange kein Wort und jeder denkt den jeweils eigenen Teil.

Es ist eine eigene, spezielle Lebenssituation hier, auf dem rund zwei Häuserreihen schmalen Landstück zwischen Beringstraße und Lagune, auf der sich Uelen befindet. Die Menschen passen sich an und leben wie die Natur die Weichen stellt.

 

01.04.2010: 182. Kurzmeldung (10:14 Uhr MEZ)

geschrieben am 1. April 2010 um 18:11 von admin

Wie nervend. Warum sollte ein Tag auch ausnahmslos gut sein?

Manche Agreements scheinen nicht viel wert zu sein. So hat uns heute Mittag die Dame, von der wir die Wohnung angemietet haben, angerufen und uns mitgeteilt - nachdem wir zusätzlich zur vereinbarten Zahlung die ganze Wohnung gereinigt, die Wasserleitung der Küche repariert und die Toilette auf Vordermann gebracht haben - dass die Wohnung nun bitte wieder geräumt werden muss. Ja spinnt die Tante denn? Wir haben eine Vereinbarung für einen Monat. Man geht mir so was auf die Nerven.

Da sollen wir wohl ein bisschen ausgenutzt werden. Besonders weil sie uns - nachdem ich mich wieder aufregen durfte - am Telefon offerierte für eine Verdreifachung der Summe gerne in der Wohnung bleiben zu dürfen.

Wie auch immer. Wir werden die Wohnung nicht vor Ablauf der Vereinbarung räumen und erwarten - zum ersten Mal in Russland - Ärger. Hoffentlich gibt es ein paar Leute die ihr hier in Uelen oder in St. Petersburg wo sie lebt klar machen, dass das so nicht geht.

Die gute Nachricht:

Nach 1,5 Jahren ungeschütztem liegenden, stehenden, rüttelschüttel-Staub-und-Kälte Transports auf Anhängern, x-maligem Umlagern, Schnee und Eis, haben wir den ersten Tohatsu Außenbordmotor heute fertig angeschlossen und gestartet. Beim zweiten Mal Schlüssel umdrehen lief er. Einfach genial. Hoffen wir mal Nr. 2 macht morgen das Gleiche.

 

01.04.2010: 181. Kurzmeldung (01:37 Uhr MEZ)

geschrieben am um 18:10 von admin

Wie ungewöhnlich.

Ich gab Victor den Auftrag am zurückliegenden Sonntag, nachts den Zug von außerhalb nach Moskau zu benutzen anstatt Montagmorgen. Er traf in Moskau Stadt am Montagmorgen um ca. 7 Uhr ein und musste dann auf dem Weg zu einem Treffen mit der Deutschen Botschaft die Untergrundlinie nehmen auf deren Strecke nur rund eine Stunde später eine Bombe explodierte.

Wir hörten über mein Office zeitnah von den Terroranschlägen und waren sehr besorgt. Zumal wir zu dem Zeitpunkt keinen telefonischen Kontakt zu Victor aufbauen konnten. Dass sein Handy nur an der Pforte der Deutschen Botschaft lag erfuhren wird erst später. Alles gut - die Schutzengel und guten Geister fliegen anscheinend derzeit im Nonstop-Betrieb um ihn herum.

Wie positiv.

Heute Morgen dann ein klasse Start in den Tag. Zunächst traf eine außergewöhnlich gute Nachricht einer Behörde aus den USA ein, dann teilte Victor mir telefonisch mit auch in Moskau sei alles mit der US-Botschaft geregelt und dann erreichte uns - quasi als besondere Krönung - das Schreiben mit der offiziellen “Ausreisegenehmigung” der PNY-Expedition seitens der russischen Administration für den “Nichtgrenzpunkt” Uelen.

Wir wissen dieses Entgegenkommen sehr zu schätzen und bedanken uns dafür auch auf diesem Weg bei den beteiligten Personen, Ministerien und Behörden.

 

31.03.2010: 180. Kurzmeldung (21:11 Uhr MEZ)

geschrieben am um 18:10 von admin

Uelen ist sicher anders als andere Ortschaften die wir bisher besuchten/durchfuhren. Hier scheint die Zeit, die Sprache, die Gewohnheit, das Leben andere Wege zu gehen. Das Leben, das sich hier sprichwörtlich auf der Straße abspielt …

Drei Einladungen wurden uns ausgesprochen, drei Besuche bei Menschen/Familien in Uelen wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können, drei Erlebnisse mit Eindrücken, die auch nachdenklich machen können.

Ansonsten vergehen die Tage mit den Arbeiten an den Wagen. Wir erleichtern die Autos wo es nur geht, bauen die Tankanlage um, ändern die Dachträger, öffnen die Dächer für den Notausstieg, bauen die Außenbordmotoren an, sortieren die Bauteile des Hebesystems, bereiten die Hydraulik vor, setzten die Schäden instand, die wir uns von Lavrentia bis Uelen eingefahren haben, usw.

Mittlerweile hat auch der Sturm, der eisigen Nordwind und gefühlte Temperaturen um -40°C brachte wieder nachgelassen. Dieser hatte Uelen seit einigen Tagen fest im Griff und riss an allem was nicht Niet- und Nagelfest war. Zumindest können wir uns nun auch wieder ohne Mütze und Jacke in unserer Wohnung aufhalten und ein paar Zentimeter der Fensterscheiben sind auch wieder aufgetaut nachdem Abertausende von Eiskristallen den Blick verwehrten.

Anbei ein paar Bilder des Umbaus und der Werkstatt, die unmittelbar auf den Strand gebaut wurde. Liegen wir unter den Autos, liegen wir sozusagen am/auf dem Strand von Uelen.

Die anderen Bilder zeigen tschuktschisches Essen und Schnitzkunst.

 

26.03.2010: 179. Kurzmeldung (05:52 Uhr MEZ)

geschrieben am 29. März 2010 um 16:33 von admin

Nicht aufgeben und das scheinbar Unmögliche möglich machen.

Gemeinsam mit ganz ganz speziellen Helfern und Freunden sitzt Victor heute in einer Maschine nach Moskau. Das ist ein Held. Das hätte keiner außer ihm, den top Leuten, die uns in Russland unterstützen und dem EE-Office einschließlich der Flugbörse in Deutschland geschafft. In zwei Tagen von Uelen nach Moskau.

Man, habe ich einen Prass auf manchen US-Bürokraten.

 

26.03.2010: 178. Kurzmeldung (05:08 Uhr MEZ)

geschrieben am um 16:33 von admin

Gute Tage sehen anders aus.

Unerwartet mussten wir vorgestern unsere Unterkunft verlassen, weil die Person, bei der wir bisher wohnten, einen ankommenden aber dann doch nicht stattgefundenen Helikopterflug zur Mitreise benutzten wollte. Wir hatten nur wenige Stunden Zeit eine neue Bleibe zu finden und liefen entsprechend unruhig die Straße auf und ab, sprachen Leute an, fragten die Administration, die Wetterstation, etc. Schlussendlich schafften wir es, eine kleine, leer stehende Wohnung zu finden. Sie ist nun - nachdem wir diese in einer Hauruckaktion umräumten und von Grund auf reinigten - unsere neue Wohnung. Dann hieß es noch in der Nacht umziehen. Alles Equipment, Werkzeug, Kleidung, Schlafsäcke, Schuhe, die gesamte Rettungsausrüstung, etc. - na eben alles. Zuerst trugen wir so viel wie möglich jeder nehmen konnte und liefen an das andere Ende Uelens. Dann kam der Fahrer eines russischen Burans mit Schlittenanhänger und bot an zu helfen. Dann kamen Kinder und zum Schluss waren wir umringt von Personen, die die Sachen auf dem Schlitten hielten, begleiteten, trugen, kommentierten, halfen, etc.

In jedem Fall brachte der Umzug mehr Ruhe für das Team. Jeder hat nun einen Schlafbereich oder so ähnlich. Wir haben einen Tisch und ein Keramikteil, das mal eine Toilettenschüssel werden sollte mit Brausespülung. Na ja, wenigstens kein Toilettenwasser schleppen.

Dafür Frischwasser, das draußen angeliefert wird und welches wir dann mit Eimern in die Wohnung tragen.

Viel viel mehr aber als diese kleine Geschichte ärgern mich Vorgänge im Zusammenhang mit US-Behörden in Moskau. Da kannst du schier einen Flash bekommen, ob derer Haltung und Gebaren. Gestern war dahingehend wieder ein ganz besch***ner Tag. Nachdem wir einen netten Brief im Auftrag eines amerikanischen Supervisors erhielten, mussten wir sehr schnell handeln.

Die US-Behörde hat Victor Burstein, den Verdientesten von allen Helfern, ohne den die Expedition mit amerikanischen Wagen NIEMALS Uelen erreicht hätte, nach Moskau beordert um Papiere zu klären. Die Typen haben gestern doch tatsächlich einen Beweis gefordert, dass die Expedition existiert. Da glaubst du nicht dass es sowas gibt. Ich habe mich tierisch aufgeregt.

Victor ist also derzeit auf dem Weg von Uelen!! nach Moskau, weil die amerikanische Botschaft ja schließlich AMERIKA ist. Und dass es sich bei den Fahrzeugen um amerikanische handelt interessiert dort eh niemand.

Komisch nur, dass wir auf der anderen Seite mehr und mehr Anfragen amerikanischer Magazine und Newspaper erhalten, die die historische Leistung der Expedition mit den “so tollen amerikanischen Wagen” publizieren und beschreiben wollen. Ich kann gar nicht antworten, weil sich mir der Magen bei dem Gedanken umdreht, wie wir von einem amerikanischen Partner im Stich gelassen wurden, wie wir trotzdem durchhielten, wie Victor nun nach Moskau kriechen darf, usw.

Derweil bereiten wir uns und die Wagen vor und haben in der Heizfabrik wieder mal duschen können (wobei ich verwundert war dass Rudi schon wieder duschen wollte. Er hatte vor ein paar Tagen erst das Vergnügen ;-)).

 

22.03.2010: 177. Kurzmeldung (11:20 Uhr MEZ)

geschrieben am 22. März 2010 um 15:08 von admin

Erst mal möchte sich das ganze Team für die vielen Glückwünsche bedanken, die uns erreichten. Das baut auf, ist super. Vielen Dank.

Wettertechnisch sieht es derzeit schlecht aus. Tschukotka ist fest im Griff verschiedener Tiefs und hier am östlichsten Punkt hat der Wind von Süd auf Nord gedreht. Das und die Tiefdruckgebiete mit Sturm versalzen uns derzeit gehörig die Suppe.

Na ja, aber ohne die Freundlichkeit des guten Wetters der letzten Tage wären wir nicht hier, also warten wir ab und bereiten uns vor.

Wir nutzen die Zeit für das Aussortieren und Zusammenstellen des Equipments, Anproben der Einsatzanzüge, das Herrichten der Erste-Hilfe-Koffer, die Instandsetzung/Umbauten des technischen Equipments wie Lampen, Telefone, Laptops, Mehrfachverkabelungen, etc., laufen die Bunny Boots ein, studieren Kartenmaterial, führen Gespräche mit Wal- und Robbenjägern über die Strömungen, das Eis, die Wetter- und Eisverhältnisse. Außerdem hielten wir einen Schul- und einen Kulturvortrag, erhielten ein Sonderkonzert der einheimischen Tanzgruppe mit traditionellen Tänzen, haben geduscht, usw.

Übrigens hat das schlechte Wetter derzeit quasi wirklich ganz Tschukotka fest im Griff. Fast sämtliche Flüge hier sind ausgesetzt.

Selbst Flüge aus Moskau können in Anadyr nicht landen, mussten bis Magadan umgeleitet und anschließend zurück geschickt werden. Viele Menschen in den unterschiedlichsten Dörfern, Städten, etc. kommen nicht weiter, warten auf Anschlussflüge.

Es ist halt wieder Warten angesagt - was nicht einfach ist. Es kostet fast genauso viel Nerven wie Fahren, mal sehen.

Rudi lernt übrigens super fleißig russisch und Victor organisiert wieder wie ein Weltmeister.

 

Danke an Uelen

geschrieben am 18. März 2010 um 17:03 von admin

Im Moment sind es Sprachfetzen, Wörter, halbe Sätze oder auch mal ganze Formulierungen, die mir durch den Kopf schießen.

Es ist Zeit geworden für ein paar Gedanken – heute.

Im Radio meines Wagens laufen Lieder, die mich seit Jahren begleiten. Es ist angenehm warm im Wagen, die Gedanken schweifen.

Ab und zu nur werde ich an daran erinnert wie unbedeutend die paar Millimeter Blech und Glas um uns herum sind, die - wenn die Motoren nicht laufen würden - den bis zu 75° Temperaturunterschied, den wir schon hatten nur für Minuten halten könnten.

Es gibt sicher Viele, die das was wir machen für sinnlos erachten. Es wird Menschen geben, die uns belächeln und es gibt sicher Menschen, die wir/ich verärgerte(n) während der Fahrt bis Uelen.

Das kann sein und ich möchte mich hiermit bei denen, die wir wissend oder unwissend verärgerten entschuldigen, stellvertretend und persönlich.

Ob wir bei dem anstehenden Versuch der Beringstraßenüberquerung scheitern werden oder nicht, ob man uns verteufeln wird oder nicht, ob man über uns/mich lachen wird oder nicht, eines haben wir in jedem Fall erreicht: viele Menschen lernten einander kennen, leisteten außergewöhnliches und waren Teil einer besonderen Fahrt. Diese Kontakte, Treffen, Gespräche, etc. haben Erinnerungen hinterlassen, bei jedem Einzelnen. Und wenn es nur ein ganz kleines bisschen geprägt hat, etwas ist hängen geblieben - ein Stück Verbindung der unterschiedlichsten Kulturen auf dem langen Weg an das Ende Asiens.

Es ist ein Verdienst aller Menschen ab Paris, es ist eine Fahrt Aller, die dabei waren oder mithalfen, persönlich oder in Gedanken, aktiv oder passiv. Ich hoffe jedem Einzelnen von Ihnen bisher das Gefühl der Dankbarkeit gegeben zu haben. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, so möchte ich bitten auch dies zu entschuldigen und hole das hiermit nochmals ausdrücklich nach.

Es sind kleine, große, außergewöhnliche und unglaubliche Leistungen, die die unterschiedlichsten Menschen dieser Fahrt zuteilwerden ließen.

Ich kann alle denen das Projekt bis hierher dank schuldet nicht aufzählen, es sind zu viele. Aber ich möchte stellvertretend für alle, die Außergewöhnliches beitrugen, die Geschichte eines kleinen Jungen erzählen:

Er kam in einem Dorf, das wir durchfuhren, auf mich zu. Er war dick vermummt mit seiner Mutter von irgendwo durch die Kälte gelaufen um uns zu treffen. Als er an meinem Wagen ankam, streckte er mir seine Hand entgegen und als ich richtig hinsah, sie greifen wollte um sie zu schütteln und ihm hallo zu sagen, bemerkte ich dass er mir nicht seine Hand geben, sondern ein Geschenk machen wollte. In seinem dicken Handschuh lag ein kleiner Talisman.

Er wollte mir Glück schenken.

Dieser kleine Mann, der dabei bis über beide Ohren zu strahlen schien, schenkte der Expedition und mir ein Stück Glück. Wie glücklich ich über diesen Moment war wird er evtl. nie erfahren, aber wie außergewöhnlich seine Leistung war, sollen andere wissen.

Denn aus dem Blick eines Kindes zu warten bis Fremde kommen, mit Autos, die man bestaunen oder vor denen man Angst haben kann, dann dick angezogen durch die klirrende Kälte zu stapfen, auf einen wildfremden Mann zuzugehen, ihn anzulachen und ihm, der nichts, aber auch gar nichts für ihn getan hatte zu beschenken, das ist außergewöhnlich. Er wusste nicht dass ich zwei Söhne habe, die mich viel zu lange nicht sahen und wie sehr ich jeden Tag an sie denke, sie vermisse. Er wusste nicht welche kraft ich aus seiner Handlung, die er mir zuteilwerden lies ziehen konnte um durchzuhalten, aber er hatte einen besonderen Beitrag geleistet, als ich mich zu ihm beugte und das Geschenk dankend annahm.

So bedeutend wie die Leistung dieses kleinen Jungen war, so haben viele, viele, viele, viele Erwachsene Dinge getan, die bewegten, die erfreuten, die halfen, die Brücken bauten, die verbanden, die Grenzen verschwinden ließen und Hindernisse überwanden.

Ich danke Ihnen/euch allen.

Herzlichst, Matthias Jeschke

P.S.: Aktuelle Position beider Fahrzeuge und Trailer seit 13:45 Uhr: N 66°09.017 / W 160°49.931 = 200 m vor Uelen. Uns ist nicht bekannt, dass je zuvor ein anderes Fahrzeug aus Paris kommend, aus eigener Kraft und über die Südroute - noch dazu mit Anhängern - Uelen erreichte.

 

Danke an Russland

geschrieben am um 16:56 von admin

Ich zögerte bis zuletzt, ABER es sieht so aus als ob uns das Ankommen vergönnt wäre. Noch 2 km.

An diesem Tag, dem Tag an dem wir das Ende Russlands und damit das Ende Asiens erreichen werden, möchte ich zunächst einen Dank an Russland schreiben:

“Persönlich und stellvertretend für alle, die bisher dabei waren und für alle, die dabei sein werden, verbeuge ich mich heute tief vor den Menschen Russlands und ich danke der Regierung/Administration dieses Landes. Danke dass Sie alle der Expedition „Paris / New York – Transcontinental“ die Ehre zuteilwerden ließen Ihr Land so zu durchfahren und derart viele unglaubliche Erlebnisse zu sammeln. Ich werde nicht vergessen was Sie der PNY-Expedition ermöglichten. Es ist das große Herz Russlands, das eine derartige Gastfreundschaft zu geben vermag, wie ich sie sonst noch nirgends auf der Welt fand. Es ist die russische Tradition, die Kultur, die Menschen, die alle Achtung, Respekt und Ansehen verdienen.

Es ist eine besondere, eine außergewöhnlich bedeutende Kultur.

Danke.

Matthias Jeschke